Am 14. März fand eine Heißausbildung für die Atemschutzträger des Bezirkes Perg im und rund um das Feuerwehrhaus Saxen statt. Unter den 39 teilnehmenden Trupps war auch ein Atemschutztrupp (bestehend aus 3 Mann) unserer Wehr vertreten.
An fünf Stationen – Taktische Ventilation, Schlauchmanagement, Richtige Strahlrohrführung, Einsatz im Brandcontainer und Einsatzhygiene/Dekontamination – wurden die Teilnehmer gefordert. Besonders im gasbefeuerten Brandcontainer konnten unter extremen Bedingungen realitätsnahe Einsatzszenarien geübt werden.
Die Ausbildung war eine wertvolle Gelegenheit für die teilnehmenden Feuerwehren, ihre Fähigkeiten zu verbessern und sich optimal auf den Ernstfall vorzubereiten.
Von unserer Feuerwehr nahmen Hader Felix, Lambauer Hermann und Wurm Christoph an dieser sehr lehrreichen Weiterbildung teil, und sammelten wertvolle Erfahrung.
Berichterstattung BFK-Perg:
In der Brandübungsanlage erwartete die einzelnen Atemschutztrupps, welche aus je drei eigens dafür geschulten und gesundheitlich top fitten Feuerwehrleuten bestehen, folgendes Szenario:
„Ein Zimmer im Kellergeschoß steht in Vollbrand. Der einzige Zugangsweg ist eine schmale Wendeltreppe, die nach unten führt. Beim Öffnen der Kellertür dringt dichter Rauch nach außen, die Flammen sind deutlich zu sehen und haben bereits die Treppe erreicht.“
Hier ist ein rasches und geistesgegenwertiges Handeln des gesamten Atemschutztrupps gefragt!
Eine enge und gut funktionierende Zusammenarbeit aller drei Atemschutzträger ist besonders wichtig, da die Flammen buchstäblich von allen Seiten auf sie zukommen. Aber nicht nur das Feuer, sondern auch andere Gefahren lauern in unmittelbarer Nähe. Da ist zum Beispiel eine Gasleitung, die umgehend abgesperrt werden muss und ein Elektroverteiler, der bereits in Flammen steht. Gleichzeitig muss der Trupp auch noch den, für ihn lebenswichtigen, Rückzugsweg im Auge behalten, da das Feuer auch diesen immer wieder zu erobern versucht. Und ganz nebenbei sollte noch die Menge der zur verfügbaren Atemluft, die je nach Anstrengung zwischen zwanzig und fünfundzwanzig Minuten ausreicht, kontrolliert werden. Zusätzlich zu den geistigen und körperlichen Anstrengungen kommt dann auch noch die extrem hohe Umgebungstemperatur von mehreren Hundert Grad Celsius.
Eine nicht ganz ungefährliche Arbeit also – daher gelten unsere Atemschutzträger und Atemschutzträgerinnen als die Speerspitze in der Feuerwehr.
Ihr schnelles und korrektes Handeln entscheidet im Ernstfall über Leben und Tot einer möglicherweise, vom Feuer eingeschlossenen, Person.
Bezirks-Feuerwehrkommandant Eduard Paireder, Abschnitts-Feuerwehrkommandant Stephan Prinz und sein Stellvertreter Nikolaus Eder waren von den hervorragenden Leistungen der einzelnen Trupps begeistert.
Organisiert wurde die Mobile Übungsanlage, die vom Verein zur Förderung der Atemschutzausbildung für Feuerwehren des Bezirkes Linz-Land betrieben wird, von Andreas Freisitzer (Fachbeauftragter für Atemschutz) und Patrick Luftensteiner (Fachbeauftragter für Schriftverkehr und Organisation). In diesem Zusammenhang gilt ein besonderer Dank allen Helferinnen und Helfern des Abschnitts-Feuerwehrkommandos Grein!
Unser besonderer Dank gilt den beiden „Heizmeistern“ und Verantwortlichen der Übungsanlage (sie wollten Namentlich nicht erwähnt werden) für den reibungslosen Betrieb und die tollen Simulationen an beiden Tagen.
Danke an die zahlreichen Sponsoren für ihre wertvollen Beiträge. Die hohen Betriebskosten der Anlage konnten somit verringert und die Beiträge, die von den einzelnen Feuerwehren selbst getragen werden müssen, reduziert werden.
Unser Zugskommandant Oppenauer Thomas sowie unser Gruppenkommandant Lamprecht Peter besuchten gestern und heute den Technischen Lehrgang II an der OÖ-Landesfeuerwehrschule in Linz.
Dieser Lehrgang baut im Prinzip am Technischen Lehrgang I auf und behandelt wie der Name schon sagt die verschiedensten technischen Einsätze und deren Bewältigungsmethoden.
Rechtliche Grundlagen, Einsatztaktik, Vertiefung Grundlagen der Mechanik, Standfestigkeit, Aufrichten von Fahrzeugen, Hydraulik, Heben von Lasten, Handhabung/Leistungen/Bedienung und Funktionsweise von Einbauseilwinden, Fahrzeugbau, Sicherheitsfahrgastzelle, Materialien und techn. Sicherheitseinrichtungen in Fahrzeugen, Maßnahmen beim Austritt von Gefährlichen Stoffen, Hebekissen, und viele weitere Schlagwörter bilden den Ausbildungsstoff dieses Lehrganges.
Das "Highlight" dieses Lehrganges ist aber sicher die Nachtübung bei der ein Unfall zwischen Zug und PKW mit Austritt gefährlicher Stoffe abgearbeitet werden muss. Aber auch eine LKW-Bergung mittels Seilwinde und Greifzügen wurde praktisch und theoretisch behandelt.
Wir gratulieren Thomas und Peter zum bestandenen Lehrgang!
Der richtige Umgang mit dem Funkgerät, technische Grundlagen, Gerätekunde, Funkordnung und Funksprechverkehr, Aufgaben des Funkers im Lotsen- und Nachrichtendienst, Warn- und Alarmsysteme, Praktische Kartenkunde, Formular- und Meldewesen uvm. sind nur einige Themen die am Funklehrgang des Bezirkes Perg vorgetragen und gelernt werden. Einsatzübungen zu den Themen Verkehrsunfall und Brand, bei denen das erlernte Wissen unter realitätsnahen Bedingungen angewendet werden musste standen ebenso am Ausbildungsplan.
Auch unser Kamerad Hofer Lukas war unter den 24 Kameraden des Bezirkes Perg und nahm an diesem 2-tägigen Lehrgang erfolgreich teil.
Wir gratulieren Lukas zum bestandenen Lehrgang recht herzlich und heißen ihn im Team unserer Funker herzlich willkommen!
Unser Gruppenkommandant Lamprecht Peter besuchte Dienstag und Mittwoch das Katastrophenschutz-Seminar II für Behörden und Einsatzorganisationen an der OÖ-Landesfeuerwehrschule in Linz.
Die KAT-Seminarreihe ist ein wesentlicher Ausbildungspunkt, welcher die Führungsarbeit bei einem Katastrophenfall bzw. Großschadensereignis (z.B. Hochwasser) festigen soll.
Das KAT-Seminar II baut im Prinzip auf dem KAT-Seminar I auf und geht ins Detail. Das Planspiel welches im integriertem Stab abgearbeitet wird zeigt den Teilnehmern in der Praxis wo die einzelnen Stabsaufgaben auf Behörden (Behördliche Einsatzleitung) - und auf der Seite der Einsatzorganisationen (Technische Einsatzleitung) liegen.
Vorangegangene Vorträge bei denen Spezialisten der Feuerwehr, des Landes Oberösterreich sowie des Hydrografischen Dienstes den Wissenstand der Teilnehmer aus verschiedenen Institutionen und Einsatzorganisationen wieder auf den gleichen Stand brachten rundeten diese 2 interessanten Tage ab.
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